Oelwechsel

Motoröl leidet still und heimlich: Hitze, Druck, chemische Einflüsse – die schwarze Schmiere hat viel auszuhalten. Das geht an die Substanz, und deshalb muss der gute Saft von Zeit zu Zeit gewechselt werden.

Wer regelmäßig zur Inspektion fährt, verlässt sich auf die empfohlenen Intervalle, meist alle 15.000 Kilometer oder einmal im Jahr. Die neuesten Öle (Longlife) sind sogar für 30.000 oder 50.000 Kilometer gut. Doch viele ältere Motoren brauchen öfter mal frischen Schmierstoff.

Auch gern außer der Reihe, erst recht nach hartem Winterbetrieb. Vor allem Kaltstarts und der Kurzstreckenbetrieb lassen Öl schneller altern. Kaltstarts, das sind alle Fahrten mit weniger als 90 Grad Celsius Motorbetriebstemperatur. Bis das Triebwerk richtig warm geworden ist, kann schon mal eine Viertelstunde Wegstrecke vergehen.

Selbst wenn das Kühlwasserthermometer schon Betriebstemperatur vorgaukelt, ist dem Öl noch lange nicht richtig warm geworden. In diesen langen Warmlaufphasen nimmt der Schmierstoff vermehrt Kraftstoffreste und Kondenswasser in sich auf. Darunter leiden die Ölzusätze, die Additive. Die Schmierfähigkeit lässt nach, der Ölfilm kann im schlimmsten Fall abreißen. Motorschäden bis zum Totalausfall können die Folge sein.